Tag 18: Strände, Klippen und Design im Süden

Früh am Morgen brechen wir auf in Richtung Süden. Durch Småland und Halland, durch Wälder im Sonnenschein, fahren wir heute immer in Richtung Meer.Unsere erste Station ist heute Laholm.

Wir wollen uns den Strand Mellbystrand und die Stadt ein wenig ansehen. Zuerst geht es ans Meer. Wir finden auf Anhieb kostenlose Parkplätze direkt am Strand, kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Ein ordentlicher Wind weht uns um die Nase, die Wolken rasen schier über den Himmel. Noch bevor wir über die Dünen gewandert sind, hören wir schon das Wellenrauschen.

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Die Dünen sind groß und sehr naturbelassen. ein kleiner Pfad dazwischen führt uns direkt auf den großen, breiten Sandstrand, an den die Wellen wild wogend gegen schwappen während sich der Strandhafer im Wind krümmt.

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Die Wellen rauschen laut, der Wind pfeift und wir sind fast alleine am riesigen, fast endlosen Strand. Nur ein paar Kitesurfer stürzen sich, mehrere hundert Meter entfernt, in die Fluten und kosten Wind und Wetter richtig aus. Links sehen wir schon die Erhebungen des Hallandsåsen die von hier wie ein richtiges Gebirge wirken.

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Wir genießen eine ganze Zeit das Meer und den Wind um die Ohren, bis wir uns wieder auf den Weg zurück machen. Im Sommer, wenn es hier richtig warm ist, wäre hier sicherlich ein wunderbarer Badestrand, mit Volleyballfeldern, Fußballtoren und hinter den Dünen sind sogar Umkleiden und Toiletten für die Besucher, gratis.

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Anschließend fahren wir noch direkt in die Innenstadt von Laholm. Laholm ist ein kleines, verschlafenes Örtchen, dem man die dänische Vergangenheit gut ansehen kann, durch die kleinen, niedlichen Häuser aus Stein, engen Straßen und dänischen Kirchen. Holzhäuser, wie sie überall in Småland und weiter im Norden stehen, findet man hier eigentlich gar nicht mehr.

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Es erinnert uns ein wenig an Ystad, bloß deutlich kleiner. Der Parkplatz direkt in der Innenstadt ist kostenlos für 2 Stunden, also bummeln wir in Ruhe durch die Stadt und genießen das Wetter.

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Später am Tag soll im Rahmen der zur Zeit stattfindenden Modetage noch eine Modeshow auf dem Marktplatz stattfinden, doch so lange können wir leider nicht mehr bleiben.

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Denn wir wollen weiter nach Klippan, dort gibt es Klippans Yllefabrik mit Fabrikverkauf. Der kleine Shop ist gut und schnell zu finden und wunderschön schwedisch eingerichtet. Hier kann man Wollprodukte wie Decken, Börsen, Taschen, sowie Schürzen, Topfhandschuhe und vieles anderes von schwedischen Designern kaufen.

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Auch Bengt&Lotta Design ist hier zu kaufen. Hier ist einfach wirklich alles schön, so schön. Nur das mit den Fabriksverkaufspreisen, das ist so ein Ding. Denn so richtig günstig ist es eigentlich nicht, auch wenn es schon günstiger ist, als der Normalpreis. Für einen studentischen Geldbeutel ist da nicht unbedingt viel dabei, was einfach wahnsinnig schade ist, bei solchen tollen Sachen!

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Wenn man aber dann auf den Etiketten „Made in Nepal“ geschrieben sieht, ist auch klar, warum der Fabrikverkauf zwar schön, aber weniger lohnenswert ist, es sei denn, man möchte sich einfach mal eine Zeit lang mit tollem schwedischen Design in Hülle und Fülle umgeben.

Wir fahren weiter nach Mölle, genauer gesagt zum Naturreservat Kullaberg. Gerade als wir ankommen, kommt ein kurzer Schauer, doch das stört uns nicht. Wir sehen uns, so wie viele andere Besucher auch, erstmal das Naturum dort an, das wirklich wunderschön gestaltet ist. Aquarien, in denen Fische, Seesterne und Krabben zu sehen und auch anzufassen sind, auch hier regionales schwedisches Design, einen Apfel und ein Glas Apfelsaft für jeden und – natürlich – interessante Infos über die Natur ringsum.

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Dann geht es raus auf den Felsen. Das Meer peitscht unterhalb des Kullaberg an die Felsküste, der Wind braust um den Berg mit dem Leuchtturm. Es ist so wild und schön hier, wo Schweden wieder ein ganz neues, aber nicht weniger schönes Gesicht zeigt.

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Die Felsen sehen irgendwie ganz anders aus, als vorher in Marstrand oder irgendwo anders. Ein bisschen grüner, aber auch ein bisschen kühler, irgendwie. Die Aussicht genießen wir noch eine ganze Zeit und machen uns danach auf nach Höganäs.

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Höganäs, das Keramikzentrum, hat ein Outletcenter und viele Manufakturen für Keramikwaren. Besonders in der Saluhall, in der man super im gemütlichen Ambiente essen gehen kann, ist sehr sehenswert. Leider machen die Restaurants am Samstag schon sehr früh zu, weshalb wir zu spät sind, um noch einen Happen zu essen.

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Am frühen Abend fahren wir dann schließlich weiter nach Süden, an Helsingbirg vorbei zu einem kleinen, versteckten Campingplatz bei Glumslöv. Ein unglaublich netter Schwede zeigt uns, wo wir unser Zelt aufbauen können und unterhält sich auch noch eine Weile mit uns. Für die Nacht zahlen wir nur 100 Kronen, inklusive Duschen und kleiner Kochstube. Zerzaust vom Seewind des Tages gehen wir früh ins Bett. Bald ist unsere Reise schon vorbei. Morgen Mittag fährt schon die Fähre. Und wir haben so viel erlebt, dass es uns nun schon fast sprachlos macht.

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